Meditationen zwischen Einsätzen

Mini-Meditationen zwischen den Einsätzen

Zwischen Türschwelle und nächstem Einsatz. Zwischen Verantwortung und Mitgefühl. Zwischen Tempo und Dokumentation.
Der Arbeitsalltag in der Spitex ist intensiv. Kaum ist ein Einsatz beendet, wartet schon der nächste. Emotionale Begegnungen, Zeitdruck, Verkehr, organisatorische Anforderungen – das Nervensystem bleibt oft im Dauerbetrieb. Diese kurzen Meditationen sind speziell für Spitex-Pflegefachleute gedacht. Sie dauern nur ein bis zwei Minuten und können im Auto (im Stand), im Treppenhaus, zwischen zwei Klient:innen oder vor der Dokumentation praktiziert werden. Sie helfen, das Stressniveau rasch zu senken, innerlich wieder Boden zu finden und mit mehr Klarheit und Ruhe in den nächsten Einsatz zu gehen.
Denn Selbstfürsorge ist kein Luxus – sie ist professionelle Grundlage. Wer sich selbst regulieren kann, bleibt handlungsfähig, empathisch und stabil.
Die folgenden Übungen sind einfach, alltagstauglich und jederzeit abrufbar. Kleine Inseln der Ruhe – mitten im Spitex-Alltag.

Meditationen

1. Sichere Insel (2 Minuten)
• Schliesse die Augen, atme ruhig.
• Stelle dir einen sicheren Ort vor (real oder imaginary).
• Nimm Farben, Geräusche und Temperatur wahr.
• Mit jedem Atemzug wirst du ruhiger.

2. Gewitter vorbeiziehen lassen (2 Minuten)
• Stell dir deine Angst wie ein Wetter vor.
• Du beobachtest den „Sturm“ aus sicherer Entfernung.
• Wiederhole im Atemrhythmus: „Ich bin sicher. Gefühle ziehen vorbei.“

3. Hand-am-Herz Meditation (1 Minute)
• Hand aufs Herz legen.
• Sanft ein- und ausatmen.
• Innerlich sagen: „Ich bin hier. Es ist okay.“

4. Mini-Mantra
• Einatmen: „Ruhe“
• Ausatmen: „Loslassen“
oder
• Einatmen: „Ich bin sicher.“
• Ausatmen: „Ich darf loslassen.“

5. Lichtpunkt-Meditation (1 Minute)
• Stell dir einen kleinen warmen Lichtpunkt in deiner Brust vor.
• Bei jedem Einatmen wird er heller, bei jedem Ausatmen wärmer.
• Lass das Licht sich im Körper ausbreiten.

6. Gedanken-Wolken (1–2 Minuten)
• Schliesse die Augen.
• Stelle dir deine Gedanken wie Wolken vor, die am Himmel vorbeiziehen.
• Du musst keine Wolke festhalten – einfach ziehen lassen.

7. Mini-Lächeln-Meditation
• Lege ein ganz leichtes, entspanntes Lächeln auf dein Gesicht.
• Atme ruhig und spüre, wie dein Körper weicher wird.
• Ein stilles inneres „Danke“ für diesen Moment.

8. Erdungsbild (1 Minute)
• Stell dir vor, du hast Wurzeln, die sanft in den Boden wachsen.
• Jeder Ausatem lässt dich stabiler, ruhiger und schwerer werden.

⬇ Download diese Übungen

Spitex-Mitarbeitende stehen täglich unter hoher Belastung – Stress kann das Risiko von Konflikten und Übergriffen erhöhen. Mit praxisnahen Gewaltpräventions- und Deeskalationstrainings stärken Sie die Selbstregulation Ihres Teams und schaffen ein sicheres, handlungsfähiges Arbeitsumfeld.